Die 4 Schiffe der Bayerischen Seenschifffahrt haben in der vergangenen Saison ein Drittel weniger Passagiere befördert. Das ist eine gute Nachricht. Im Pandemiejahr 2020 – so Prokurist Marcus Weisbecker zu herrsching.online – war die Gästezahl auf HERRSCHING, UTTING, AUGSBURG und DIEßEN um die Hälfte zurückgegangen.
Die Situation auf den Schiffen, so Weisbecker, hat sich eigentlich erst entspannt, als die Maskenpflicht auf dem Freideck gelockert worden war. Vorher mussten alle Passagiere auch an der sehr frischen Luft eine FF2-Maske tragen. Der Autor dieser Zeilen hatte am Dampfersteg in Herrsching eine unvergessliche Szene erlebt: „Junger Mann“, hatte die Dame mit unverkennbarem Ruhrpott-Tonfall am Kassenhäuschen gefraft, „muss man auf dem Schiff eine Maske tragen?“ „Ja, gnädige Frau“, sagt der Stegwart der Bayerischen Seenschifffahrt in Herrsching, „muss man.“ „Jenücht da auch eine blaue Maske?“ fragte die Dame am Kassenhäuschen beim Seehof zurück. „Nein, bei uns brauchen Sie eine FFP2-Maske.“ Die Dame belehrte den Bayern im Häuschen: „Bei uns in Nordrhein-Westfalen brauchen wir nur die blaue!“ Der Mann mit bayerischer Bierruhe belehrte zurück: „Sie haben auch einen anderen König in NRW.“
In guten Jahren ohne Verhüllung und Abstand schippern die Kapitäne der Bayerischen Seenschifffahrt 275 000 Pasagiere über den See zwischen Stegen und Dießen. Und Prokurist Weisbecker schiebt auch gleich eine Überraschung nach: Auf dem Starnberger See sind es nur 250 000. Der „Bauernsee“ scheint also beliebter zu sein als der „Königsee“.



