Volleys-Trainer Bob Ranner gratuliert dem zum besten Spieler gewählten Jannes Wiesner. Alle Fotos: Gerd Kloos
Voller Einsatz beim gegnerischen Aufschlag: Keisuke, Matsuo, der Kubaner Bryan Àvila und im Hintergrund Denis Kaliberda.
Auf Flying Keisuke Matsuo ist Verlass, er kratzt auch Schmetterbälle vom Boden.
Keine Bilderserie ohne den König. Er zeigt die Richtung an – es geht aufwärts nach einer Niederlagenserie.

Volleys besiegen Tabellennachbarn

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Erfolgstrainer Bob Ranner guckt, als habe auch ihn die Wahl zum besten Spieler überrascht: Beim Heimspiel der WWK Volleys in der heimischen Nikolaushalle wählten die Zuschauer Außenangreifer Jannes Wiesner zum besten Spieler (Fachsprache: Most Valuable Player). Dabei hatte der „König vom Ammersee“, Alex Tropschug, mit vielen anderen Volley-Fans den stets strahlenden Simon Gallas auf dem Zettel. Aber den 800 Zuschauern in der „GCDW Arena“ (charmante Aneignung der Nikolaushalle) war’s auch so recht – die Herrschinger feierten einen souveränen 3:0-Sieg (25:15, 25:18, 25:20) gegen die Volley Goats (Geißen) Mitteldeutschland. Die beiden Mannschaften tauschten nach der Partie die Tabellenplätze: Herrsching belegt nun Rang 10.

Die Starting Six sahen ein bisschen anders aus, weil der kubanische Mittelblocker Bryan Avila wieder fit ist und Jannes Wiesner immer besser in Form kommt. Trainier Ranner vertraute auf Tobias Hosch (Zuspiel), Simon Gallas (Diagonalangriff), Keisuke Matsuo (Libero), Gustavo Oscar Bryan Àvila und Bastian Korreck (Mittelblock), Denis Kaliberda und Jannes Wiesner (Annahme/Außen).

Besonders in den beiden ersten Sätzen hatte Simon Gallas einige gute Szenen. Der erste Satz war eine leichte Beute der Herrschinger (25 zu 15), im zweiten Satz steigerten sich die Mitteldeutschen und gingen sogar deutlich mit 3 zu 6 in Führung. Aber die Tropschug-Einpeitscher haben das Publikum mit dem rhythmischen Herr-Sching, Herr-Sching aus den Sitzen gerissen. Im zweiten Satz fiel besonders der eher kleine, schmächtige Zuspieler Tobias Hosch auf, der mit seinen eher vorsichtigen, aber gut platzierten Aufschlägen die Herrschinger wieder mit 9 zu 6 in Führung brachte. Diesen Satz brachten die Herrschinger ebenfalls souverän mit 25 zu 18 ins Ziel. Im dritten Satz machten sich die Herrschinger mit ein paar Aufschlägen, die im Netz landeten, das Leben schwer. Dabei verlor vor allem der erfahrenste Spieler der WWKs, Denis Kaliberda, mitunter die gute Laune, weil das Netz im Weg war. Das machte Jannik Sambale besser. Der Satz ging dann doch mit deutlichem Vorsprung (25 zu 20) an die Herrschinger. Trainer Bob Ranner, der wie immer ganz Gentleman, mit schwarzem Anzug und weißen Sneakern an der Seitenlinie auf und ab tigerte, war mit der Leistung denn auch zufrieden.

Am nächsten Sonntag sind die Volleys wieder auf Tour: Alex Tropschug wird den Bus am Sonntag nach Giesen steuern, wo eine fast unmögliche Mission ansteht: Der Gegner liegt auf Platz 3 der Tabelle und hat satte 8 Punkte Vorsprung auf die Herrschinger. Drei Tage später gibt’s wieder ein S-Bahn-Derby mit Haching-München in der BMW-Arena, wo die Volleys wieder was fürs Punktekonto machen können: Die Konkurrenten aus der Nachbarschaft liegen mit 8 Punkten auf Platz 12.

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