So allein sind sie dann doch nicht „unter Kühen", wie der Titel des neuen Stücks des Ammerseer Bauerntheaters suggeriert. Das Ensemble (sitzend v.l.n.r.) Maria (Manuela Gschossmann), Rosa (Karin Zibell), Palinda (Barbara Menth), Lisa (Ulli Hanisch); stehend (v.l.n.r.) Regisseurin Hanni Göppel, Franz (Rainer Bartsch), Mathias (Reinhold Forster), Assinger (Alexander Tropschug) und Souffleuse Brigitte Stabbauer. Alle Termine am Ende des Artikels.

Fränkische Buddistin für einen bayerischen Bauern

1 min read


Man erahnt, dass es drunter- und drüber geht, wenn Eltern sich in die Lebensplanung ihres Sohnes einmischen und ihm eine Frau fürs Leben vermitteln möchten. Wenn sich dies auch noch auf einem oberbayerischen Bergbauernhof zuträgt und die von den Eltern Auserwählte aus Franken stammt und dem Buddhistischen Glauben frönt, ist kulturübergreifend Chaos und Verwirrung programmiert! Das Ammerseer-Bauerntheater in Herrsching hat sich das Lustspiel „Allein unter Kühen“ der österreichischen Autorin Cornelia Willinger für sein diesjähriges Frühjahrsstück vorgenommen. Unter der Regie von Hanni Göppel haben sie den Dreiakter in etwas angepasster Form auf die Bühne des Arthotels in Herrsching gebracht.

Bergbauer Matthias Höllriegel (leidenschaftlich dargestellt von Reinhold Forster) – bereits zum dritten Mal von einer Frau verlassen – hat endgültig genug und möchte für immer solo bleiben. Seine Eltern Franz und Rosa (sehenswert Rainer Bartsch und Karin Zibell) wünschen sich nichts sehnlicher als einen Erben für ihren seit sieben Generationen im Familienbesitz befindlichen Bauernhof. Mit allerlei Tricks und Ränkespielen gelingt es ihnen, die fränkische Bauerntochter Palinda (überzeugend gespielt von Barbara Menth) ins Haus zu holen. Die aber spricht nicht nur den charakteristischen Dialekt, sondern ist auch noch gläubige Buddhistin – eine Konstellation mit allerhand Konflikt-und sehr viel Spaßpotenzial. Das siebenköpfige Ensemble des Ammerseer Bauerntheaters präsentiert mit „Allein unter Kühen“ wieder mal ein gelungenes, unterhaltsames und lustiges Theatervergnügen (in weiteren mitreißend ausgefüllten Rollen Ulli Hanisch als Viehhändlerin, Alex Tropschug als Bauer Assinger und Manuela Gschossmann als seine Schwester und Ex-Frau von Matthias) .

Das Stück ist im April an folgenden Terminen jeweils freitags und samstags zu sehen: 10./11.; 17./18. und 24./25. sowie am Donnerstag, 30.04. und am Samstag, den 02. Mai. Die Aufführungen finden im Kultursaal des Arthotels Herrsching (vormals ‚Andechser Hof’, Am Landungssteg 1) statt. Karten sind für alle Vorstellungen noch zu haben online unter ammerseer-theaterverein. de, oder per Abholung an der Tourist Information in Herrsching.

Uli Nett 

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Aktuellste Meldungen

Teures Bier

Seefeld, 28. März: Es roch nicht nur nach Benzin, sondern auch leicht nach Alkohol, als die

Wir werden immer wortkarger

Der evangelische „Social-Media“-Pfarrer Christoph Breit bekam nachträglich noch eine Bestätigung von der Süddeutschen Zeitung zum Thema

Gegenwehr bei Gewaltattacken

Wie kann ich mich bei einem gewaltsamen Angriff wirksam verteidigen? Der Budo-Verein Herrsching bot am Selbstverteidigungstag