Auch Wasser kann fröhlich machen: Die Andechser Politik-Prominenz mit Bürgermeister Scheitz (ganz rechts), Gemeinderätinnen, AWA-Chef Maximilian Bleimaer (hinter dem Brunnen) und Öko-Landwirtinnen und Bauern am neuen öffentlichen Trinkbrunnen in Andechs. Er steht genau hinter der Bushaltestelle am Klosterparkplatz.

Öffentlicher Wasserspender soll Hitzetage erträglicher machen

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Durst ist schlimmer als Heimweh, sagt der Volksmund. Und der Durst kommt meist dann, wenn man einen über den Durst getrunken hat. „Am meistfrequentierten Standort des Landkreises” muss nun niemand mehr eine trockene Kehle haben: Der Andechser Bürgermeister Georg Scheitz weihte am Freitag zusammen mit der AWA Ammersee einen öffentlichen Trinkbrunnen an der Bushaltestelle des Klosterparkplatzes ein. „4 Buslinien fahren das Kloster an”, sagte Scheitz bei einem Pressetermin, „und dank unseres neuen Trinkbrunnens muss niemand mehr durstig in den Bus steigen.” Der elegante Edelstahlbrunnen, der eine fünfstellige Summe kostete (und vom Land großzügig mit 15 000 Euro gefördert wurde), spendet auf Knopfdruck einen feinen Wasserstrahl, der einen eleganten Bogen beschreibt. Besucher erinnert der Wasserspender entfernt an das Brüsseler „Manneken Pis”. Der Brunnen reinigt sich praktisch selbst, braucht also keine Pflege, er zapft sein Wasser aus der öffentlichen Leitung der Gemeinde. Mit solchen öffentlichen Brunnen wollen Gemeinden und Wassserversorger auch auf den Klimawandel reagieren: An heißen Sommertagen weit über 30 Grad sollen Passanten mit Wasserspenden vor einem Hitzekollaps bewahrt werden. Aber der Brunnen ist natürlich auch bei moderaten Temperatur spendierfreudig.

Der Andechser Wasserspender ist bereits der dritte Trinkbrunnen im AWA-Gebiet.

Dass das kostbare Lebensmittel des Wasserverbundes Ammersee von bester Qualität ist, betonte Ines Bethge, bei der AWA für die Trinkwasser-Qualität verantwortlich. Um das Einzugsgebiet der AWA-Brunnen zu schützen, werden die umliegenden Landwirte von eigens eingesetzten landwirtschaftlichen Beratern unterstützt. Wenn die Felder in sensiblen Gebieten rund um die Trinkwasser-Einzugsgebiete liegen, müssen die Bauern bei Düngungen und Gülle-Eintrag exakte Vorschriften einhalten. Um die dadurch entstehenden Ernteeinbußen zu kompensieren, erhalten die Landwirte Kompensationszahlungen. So darf beispielsweise im „50-Tage-Umkreis” eines Brunnens überhaupt nicht gedüngt werden. Das bedeutet: Die Verbotszone ist so groß, wie das Grundwasser in 50 Tagen bis zum Brunnen zurücklegt. Das wirkt sich auch positiv auf den vielzitierten Nitratgehalt des Wassers aus. Qualitätsmangagerin Ines Bethge betont, dass in Herrsching beispielsweise der Nitratgehalt des Wassers unter 20 liege , der EU-Grenzwert liegt bei 50.

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