Hier wohnt die Nächstenliebe: In der Herrschinger Insel kümmert man sich um Menschen, die vom Schicksal nicht verwöhnt wurden. Die Sozialpädagogin Barbara Maier-Steiger (Zweite von links) hat mit dem „Freiwilligen Sozialen Schuljahr" ein neues Projekt angestoßen. Ganz links Carmen Fuchs vom Herrschinger Hilfsdienst, in der Mitte Do-it-Vorstandsmitglied Wolfgang Bäder und rechts Vorstandsmitglied Hildegard Wienholt von der Insel. Do it ist Träger der Herrschinger Tafel und unterstützt die Insel mit Spenden.

Soziales Schnupperjahr für Schüler

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14 Schülerinnen und Schüler aus Herrschinger probieren es aus: Sie machen beim Pilotprojekt „Freiwilliges Soziales Schuljahr” mit. Die Heranwachsenden der 8. und 9. Klasse der Christian-Morgenstern-Schule und der 9. Klasse der Realschule arbeiten 60 Stunden in Kitas, bei der Herrschinger Tafel oder bei den Johanniter, schnuppern in soziale und pädagogische Berufe und bekommen vielleicht sogar Lust, später in einem dieser wertvollen Berufe zu arbeiten. „In erster Linie aber”, so die Leiterin der Träger-Institution Herrschnger Insel, Barbara Maier-Steiger, „soll mit diesem Projekt das Ehrenamt unterstützt werden.” Wenn der Pilotversuch gelingt, könnte die Idee im ganzen Landkreis Schule machen.

Man könnte sie auch Volunteers nennen, das klingt spannender und ist verwechslungsärmer als FSSJ, weil sie ihren Dienst natürlich völlig freiwillig und mit großer Unterstützung des Elternhauses ableisten. Wie die Sozialpädagogin Barbara Maier-Steiger in einem Pressegespräch erläuterte, sind 4 Ziele für die Teilnehmenden anvisiert:

• sich freiwillig und mit Spaß in der Freizeit in gemeinnützigen Organisationen zu engagieren

• Verantwortung zu übernehmen

• sich beruflich zu orientieren

• eigene Grenzen, Wünsche und Interessen zu erkennen.

Das Projekt läuft von Oktober bis Juni. Im März gibt es ein Begleitseminar, ein sogenanntes Bergfest, im Juli bekommen die Teilnehmer dann in einer Feierstunde ein Zertifikat überreicht.

Die Herrschinger Insel hofft, dass das Projekt auch vom Landkreis unterstützt wird – schließlich läuft der Versuch ja als Modell für den ganzen Kreis.

Im Rahmen des Pressegesprächs bedankten sich Barbara Maier-Steiger von der Herrschinger Insel zusammen mit Carmen Fuchs vom Herrschinger Hilfsdienst bei der Supporter-Organisation Do it, die in Planegg angesiedelt und als Träger der Herrschinger Tafel bestens bekannt und hoch geschätzt ist. Vorstandsmitglied Wolfgang Bäder gab einen kleinen Überblick über die Projekte der Hilfsorganisation um den Unternehmer Ottmar Flach. So unterstützt die Initiative Do it neben der Herrschinger Tafel die Schülernachhilfe, Projekte in Nepal, die Förderung von Ganztagsklassen und eine ambulante Palliativ-Versorgung. Auch für einen jungen Mann, der an der Christian-Morgensternschule ein Freiwilliges Soziales Jahr ableistet, bezahlt Do it einen Teil seines Taschengeldes.

Und wenn die Herrschinger Insel bei einem individuellen Notfall eines „Klienten” Hilfe braucht, steht Wolfgang Bäder in der Regel hilfreich zu Seite. Die Insel hält zum Beispiel Isarcards für die S-Bahn bereit, damit Bedürftige ohne Kosten einen Arzt- oder Behördentermin in München wahrnehmen können.

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