In jedem Jahrzehnt taucht am Ammersee ein neuer Sport auf. Der letzte Schrei im Wassersport: Wingsurfer, die auf kleinen Flügelchen schweben. Der sogenannte Foilsport mit Kiel hat nun auch Einzug gehalten im Segelsport, bei den Kitesurfern und den Windsurfern. Durch die extreme Schnelligkeit entstehen neue Gefahrenpotenziale. Foto: Gerd Kloos

Bald Schwimmwestenpflicht in der kalten Jahreszeit?

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Jetzt steht die Bayerische Schifffahrtsverordnung auf dem Prüfstand. Das teilte der Bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter in seiner Antwort auf ein Schreiben von Landrat Stefan Frey mit.  Darin sichert der Minister zu, die Anregungen, wie etwa die Erweiterung der Führerscheinpflicht für Sportmotorboote, zu prüfen. Gleiches gilt für die Schwimmwestenpflicht für minderjährige Ruderer, aber auch für erwachsene Wassersportler in der kalten Jahreszeit. „Derzeit sammelt das Verkehrsministerium weitere Stellungnahmen und Vorschläge von Verbänden und Interessengruppen, die in die Prüfung zur Neufassung der Bayerischen Schifffahrtsverordnung einfließen werden“, teilte Landrat Stefan Frey mit.

Wie notwendig es sei, bestehende Regeln zu hinterfragen und auch auf das geänderte Freizeitverhalten der Menschen einzugehen, habe das diesjährige Seegespräch gezeigt, teilten Landratsamt und gwt mit. Bei diesem Seegespräch wurden neben den Langzeitproblemen wie der Parkplatzthematik an den Badegeländen insbesondere die stetig steigende Anzahl an SUPs und Elektromotorbooten und die damit verbundene erhöhte Gefahrenlage diskutiert. Landrat Frey hat diese Anregungen und Vorschläge dem zuständigen Minister in München übermittelt. Darin waren neben der Fachkunde für Sportmotorbootführer und der Rettungswestenpflicht für Minderjährige unter anderem auch eine nächtliche Beleuchtungspflicht für SUPs, sowie eine Aufklärungskampagne für alle Seenutzer enthalten. „Eine solche Aufklärungskampagne kann ich mir gut vorstellen, sobald wir die Überarbeitung der Bayerischen Schifffahrtsverordnung abgeschlossen haben“, schreibt Bernreiter.

Am traditionellen Seegespräch nahmen auch Naturschutzverbände, Segel- und Rudervereine, SUP-Verleiher, Tauchsportverband, Vertreter der Fischerei, Werftbesitzer und weitere Nutzer des Sees am Gespräch teil.

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