Der Vorstand des Ortsverbandes der CSU: Im Rampenlicht: Die Vorsitzende Fromuth Heene, ganz links die Landtagsabgeordnete Dr. Ute Eiling-Hütig, der Digitalbeauftrage Florian Oberhofer, Schriftführer Florian Kleber, Kassier Stefan Feigl und Beisitzer Ugur Basaran. Foto: Beate Fiedler

Fromuth Heene bleibt CSU-Chefin

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Die neue CSU-Vorsitzende in Herrsching heißt so wie die bisherige: Fromuth Heene (59) wurde in der Hauptversammlung einstimmig wieder gewählt. Neben ihr arbeiten die bekannten Vorstandsmitglieder weiter – die Zeichen in der Partei stehen auf Kontinuität. Heene freute sich, dass nach einer langen Zeit der Corona-Distanz wieder persönliche Begegnungen möglich sind.

Der Saal war nicht ganz voll, 18 wahlberechtigte CSU-Mitglieder hatten sich zur Hauptversammlung eingefunden. Aber vor einem Feiertag sind viele Herrschinger ausgeflogen – der Drang nach draußen ist so groß wie der Touristenandrang in der Seegemeinde. Die Versammlung gedachte am Anfang der „Grand Old Lady” der CSU: Ingrid Frömming, die im Alter von 90 Jahren gestorben war. Fromuth Heene sagte, dass man diese Frau, die so viel für die Partei geleistet habe, nie vergessen werde.

In ihrem Rückblick erwähnte sie die erfolgreiche Europawahl, streifte dann die Kommunalwahl, bei der die CSU ihren Stimmenanteil nicht ganz verteidigen konnte. Ihre Bürgermeisterkandidatur war zwar nicht von Erfolg gekrönt gewesen, aber sie wollte trotzdem „diese Erfahrung nicht missen”. Im Interview mit herrsching.online meinte sie dazu: „Der amtierende Bürgermeister hat keine Fehler gemacht. Und wenn der Platzhirsch stark ist, hat es der Herausforderer oder die Herausforderin schwer.”

Sehr erfreulich sei es, dass nun das Vereinigte Krankenhaus Westlicher Landkreis nach Herrsching komme. In ihrem Rückblick erwähnte sie auch die Spendenaktion für die Herrschinger Tafel, die 1776 Euro an Barspenden und 30 Körbe voller Lebensmittel eingebracht hatte. Heene: „Wenn den Bürgern wirklich etwas wichtig ist, dann sind sie auch da.”

Gemeinderätin Hannelore Doch und Gemeinderat Roland Lübeck berichteten in Vertretung der Zweiten Bürgermeisterin Christina Reich, die sich krankheitsbedingt entschuldigen ließ, aus der Arbeit der Gemeinderatsfraktion. Insbesondere die Bahnunterführung fand breiten Raum in der Diskussion. Lübeck sieht für den Verkehr an der Bahnschranke schwarz, wenn die Taktverkürzung der S-Bahn komme, auch wenn eine modernere Bahntechnik die Schließzeiten verkürzen könne. Die beschlossene Fahrradstraße durch die Madeleine-Ruoff-Straße sieht er kritisch („Wir waren dagegen, wurden aber überstimmt”).

Die Wahl des Vorstandes wurde von der CSU-Landtagsabgeordneten Dr. Ute Eiling-Hütig geleitet. Überraschungen blieben aus. Fromuth Heene wurde einstimmig bestätigt, auch Christina Reich fand mit 17 von 18 Stimmen eine eindrucksvolle Bestätigung. Als Schriftführer und Kassier wurden Florian Kleber und Stefan Feigl wiedergewählt. Politische Weichen können die Delegierten für die kommende Landtagswahl stellen. Gewählt wurden: Renate Losert, Philip Streck, Daniela Daiker und Ugur Basaran. Ein neues Gesicht und ein neues Amt gibt es aber doch im Vorstand: Als Digitalbeauftragter brachte sich der Volkswirtschaftsstudent Florian Oberhofer mit einer couragierten Antrittsrede in Stellung.

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