Am Violoncello Raphaela Gromes, am Flügel Julian Riem. Auf dem Programm standen nur Stücke von Komponistinnen

Am Altar: Hochkultur

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„Femmes“, Frauen, haben Raphaela Gromes am Violoncelle und Julian Riem am Flügel ihr Konzert in der Kulturkirche Breitbrunn überschrieben. Die beiden Künstler, die schon viele Preise gewonnen haben (unter anderem den Opus Klassik) spielten ausschließlich Werke von Komponistinnen. 130 Zuhörerinnen und Zuhörer in der Heilig-Geist-Kirche waren hörbar dankbar für die Hochkultur im Ammersee-Dorf. Dass das renommierte Duo überhaupt in Breitbrunn auftrat – eine Dorfkirche wird in ihrer „Liga“ sonst nicht bespielt – verdankt Breitbrunn der Programm-Macherin Marie-Josefin Melchior: Die akademische Tonmeisterin ist mit den beiden befreundet.

Möglicherweise hätten noch mehr Besucher den Weg in die Pyramide gefunden, wenn nicht ältere Klassik-Fans wegen der unsicheren Masken-Lage keine „Feindberührung“ riskieren wollten. Tatsächlich trug ein beträchtlicher Teil des Publikums keinen Mund- und Nasenschutz mehr – bei dichter Bestuhlung in einem zweistündigen Konzert durchaus „Russisch-Virulette“.

Das Kulturkirche-Quartett: Richard Kaindl, Jan Grunwald, Christoph Welsch und Marie-Josefin Melchior

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